Fetale Echokardiographie
Herzfehler gehören mit einer Häufigkeit von 0,5–1 % aller Neugeborenen zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Viele dieser Herzfehler sind heutzutage gut behandelbar. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht es, die Betreuung während der Schwangerschaft sowie die medizinische Versorgung nach der Geburt optimal zu planen – und so die Chancen auf ein gesundes Leben für das Kind deutlich zu verbessern.
Was ist die fetale Echokardiographie?
Die fetale Echokardiographie ist eine spezialisierte Ultraschalluntersuchung, die gezielt das Herz und den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes darstellt. Dabei werden:
- die Herzstruktur (Herzkammern, Vorhöfe, Herzklappen),
- die Herzfunktion (Pumpkraft, Rhythmus),
- und die Blutflüsse im Herzen und in den großen Gefäßen
detailliert überprüft.
Wann ist die Untersuchung sinnvoll?
Eine fetale Echokardiographie wird insbesondere empfohlen, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen, z. B.:
- belastete Vorgeschichte in der Familie (Herzfehler, genetische Erkrankungen),
- auffällige Befunde im regulären Ultraschall,
- mütterliche Erkrankungen (z. B. Diabetes, Infektionen, Autoimmunerkrankungen),
- Schwangerschaft mit erhöhtem Risiko, etwa bei Mehrlingen.
Die Untersuchung kann in Hochrisikofällen bereits ab der 13./14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, der ideale Zeitpunkt liegt jedoch zwischen der 20. und 23. Schwangerschaftswoche.
Hohe Ansprüche an Qualität und Erfahrung
Die fetale Echokardiographie ist eine technisch anspruchsvolle Untersuchung, die eine besondere Qualifikation erfordert. Unsere Untersucher verfügen über die notwendige Expertise (DEGUM-Stufe II) und modernste High-End-Ultraschallgeräte, um eine präzise Beurteilung zu gewährleisten.
Ihre Vorteile
Durch die frühzeitige Erkennung eines Herzfehlers können:
- Schwangerschaft und Geburt gezielt geplant werden,
- spezialisierte Kinderkardiologen rechtzeitig eingebunden werden,
- die Prognose und Behandlungsmöglichkeiten für das Kind entscheidend verbessert werden.