Präeklampsie-Screening
Die Präeklampsie – oft auch als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet – ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die bei etwa 6–8 % aller Schwangeren auftritt. Sie zählt zu den häufigsten Ursachen für Komplikationen während der Schwangerschaft und kann sowohl die Gesundheit der Mutter als auch die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.
Was ist eine Präeklampsie?
Eine Präeklampsie äußert sich typischerweise durch:
- erhöhten Blutdruck (Hypertonie),
- Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie),
- Wassereinlagerungen (Ödeme).
Die Ursache liegt meist in einer gestörten Einnistung der Plazenta, die zu einer Mangeldurchblutung führt. Infolgedessen kann es beim Kind zu Wachstumsstörungen kommen, sodass in manchen Fällen eine Frühgeburt notwendig wird, um Schäden für Mutter und Kind zu vermeiden.
Wie funktioniert das Präeklampsie-Screening?
Ein Präeklampsie-Screening ist bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel möglich. Dabei werden mehrere Faktoren kombiniert:
- Doppler-Ultraschall der mütterlichen Gefäße,
- Blutdruckmessungen,
- spezielle Blutwerte,
- Berücksichtigung der medizinischen Vorgeschichte.
Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem:
- erhöhtes mütterliches Alter (> 40 Jahre),
- Erstgebärende,
- Bluthochdruck, Diabetes oder Nierenerkrankungen,
- starkes Übergewicht (BMI > 35),
- Präeklampsie in einer vorangegangenen Schwangerschaft.
Warum ist das Screening wichtig?
Das Screening bietet die Chance, Risiken sehr früh zu erkennen. Wird ein erhöhtes Risiko festgestellt, kann durch eine prophylaktische Therapie mit niedrig dosiertem Aspirin bereits zu Beginn der Schwangerschaft das Auftreten oder die Schwere der Präeklampsie deutlich reduziert werden. Dadurch verbessert sich die Versorgung des Kindes, und die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen sinkt erheblich.
Darüber hinaus gibt das Screening auch jenen Frauen Sicherheit, bei denen kein erhöhtes Risiko festgestellt wird – und trägt so zu einem beruhigteren Schwangerschaftsverlauf bei.
Kostenübernahme
Bitte beachten Sie: Das Präeklampsie-Screening zählt nicht zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Untersuchung ist eine Selbstzahlerleistung, die privat abgerechnet wird. Über die Kosten informieren wir Sie gern vorab im persönlichen Gespräch.
Was Sie von der Untersuchung erwarten dürfen
Das Präeklampsie-Screening in der Frauenarztpraxis Porschen und Schieren in Frechen gibt Ihnen die Möglichkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen und aktiv vorzubeugen. Dadurch kann eine Schwangerschaft sicherer verlaufen und die Versorgung Ihres Kindes bestmöglich unterstützt werden.